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Review: Silverfall – Wächter der Elemente

Verfasst von thiz am 25. März 2008

Gleich vorweg: Silverfall – Wächter der Elemente ist ein StandAlone Addon zu Silverfall. Silverfall damals war nicht wirklich gut – viele Dinge wie ein unübersichtliches Interface, immer die gleichen Mobs und viele Performanceeinbrüche trübten den Spielfluss. Ob Silverfall an den Tron von Diablo 2 und TitanQuest rankommt lest ihr wenn ihr … nunja … weiterlest.

Grafik

Die Grafik ist nahezu perfekt. Wunderschöne Tropen, stimmig gebaute Städte und Kanibalenbesetzte Tempel laden zum entdecken ein. Ich habe noch nie so schöne Zaubereffekte und Wälder gesehen. Erwähnte ich schon die Tropen? Die sind nämlich besonders gelungen – auch Strände sind ein Traum. Ich hab bestimmt eine Stunde damit verbracht die Grafik zu bewundern ohne aktiv zu spielen. Wie sich die Welt im Wasser spiegelt ist einfach genial. Cool: Wer mag kann  schwarze Umrandungen aktivieren. Das verpasst dem Spiel einen Comiclook. Auch positiv ist das die Grafikeinstellungen gleich vor Spielstart über ein Controlpanel eingestellt werden – das verhindert den lästigen „Starte bitte neu um die Änderungen zu übernehmen“ Satz. Auch die Performanceprobleme sind so gut wie weg.

Durchgedreht: Das Design ist teilweise ziemlich geil. So trefft ihr auf Panzer mit Goblinköpfen oder fliegende Festungen oder Kannibalen die wie Mumbo von Banjo Kazooie aussehen oder oder oder…

Sound

Zaubereffekte hören sich gut an, die Hintergrundmusik ist immer passend und auch die Hauptquest ist vertont. Dabei sind die Sprecher sehr gut und passen immer zu den aktuellen Charakteren. Die Ambientssounds steigern die Atmo und sind ok. Schwul: Euer Char gähnt alle 15 Sekunden wenn ihr nichts macht und nur afk rum steht.

Gameplay

Wenn ihr das Spiel das erste mal startet habt ihr die Möglichkeit im Internet/LAN mit einem Freund zu leveln oder  ein Singleplayerspiel anzufangen. Dann könnt ihr euch zwischen einen der sechs Rassen entscheiden: Menschen, Elfen, Goblins, Trolle, Zwerge oder Echsen. Zwerge und Echsen sind mit dem Standalone Addon hinzugefügt worden. Viel zum Anpassen des Charakters gibt es aber leider nicht so könnt ihr lediglich Geschlecht, Name, Haarfarbe, Frisur, Gesicht und Hautfarbe auswählen. Dannach könnt ihr euch entscheiden ob ihr mit eurem Charakter auch das Hauptprogramm (gesetz dem Fall ihr besitzt es) nochmal spielen wollt oder ob ihr als Level 45 Char im Addon spielen möchtet. Entscheidet ihr euch für letzteres könnt ihr euch noch die Gesinnung eures Helden sowie eine vordefinierte Klasse aussuchen. Wählt ihr ersteres müsst ihr euren Char selber spezialisieren und den Ruf bei Natur oder Technik steigern. Zur Gesinnung später mehr.

Das Prinzip eines Hack’n Slay ist sicherlich jedem bekannt. Ihr kloppt euch durch Dungeons, löst Neben- und Hauptquests, sammelt Erfahrung und verteilt mit jedem Aufstieg vier Attributs- und vier Fähigkeitenpunkte. Bei den Attributen stehen euch Stärke, Vitalität, Beweglichkeit und Intelligenz zur verfügung. Fähigkeiten dagegen die ihr ausbauen könnt gibt es viel mehr. So habt ihr einen Skilltree der in die Kategorien Kampf, Magie, Rasse und Handwerk unterteilt ist. Zu jeder Kategorie gibt es auch 3 Unterkategorien. Beim Kampf sind es Nahkampf, Schiessen, Technik/Natur. Bei der Magie Elementar, Schatten, Licht und bei Rasse gibt es Technik, Natur und eben Rasse. Der Rassentree ist also abhängig davon welche Rasse man wählt.

Das funktioniert beim Kämpfen dann so, dass ihr euch rechts eine der drei Skills aussucht die ihr auf die rechte Taste bindet und links eine aussucht die ihr euch auf die linke Taste bindet. So einfach ist das. Ihr müsst, wenn ihr andere Fähigkeiten einsetzen möchtet, also erst diese anklicken damit sie auf die rechte oder linke Maustaste gebindet wird.

Das Interface ist übrigens viel besser als im Vorgänger und lässt sich per Tastendruck „lösen“ und frei verschieben. Fixiert wird es auch wieder mit der Taste.

Zu vielen Action-Rollenspielen gibt es aber einen Unterschied: In Silverfall – Wächter der Elemente habt ihr 2 Gefährten die ihr mitnehmen könnt. Dabei könnt ihr aus  7 Auswählen jeder dieser 7 ist eine andere Klasse. Zum Beispiel halte ich als Nahkämpfer die zusammenstellung mit Magier und Heiler am sinnvollsten. Doch damit nicht genug. Ihr könnt eure Gefährten ausrüsten und ihnen grobe Anweisungen geben zum Beispiel „Heile nur mich“, „Kümmere dich Primär um mich“ oder „greife die an die ich schon angegriffen habe“.
Darüberhinaus gibt es sogar Gefährtenquests. Jeder Gefährte hat seine eigene Herkuntsgeschichte. So müsst ihr ihnen ab und zu helfen ihre persönlichen Angelegenheiten zu regeln.

Natur oder Technik

Ihr habt die Auswahl beim Charaktererstellungsscreen, falls ihr die oben angesprochene 2te Wahl trefft, euch der Technik oder der Natur anzuschliessen. Als Technikanhänger ist euch der Fortschritt am wichtigsten. Als Naturanhänger die Umwelt. Daran orientieren sich auch die Quests die ihr bekommt, das aussehen eurer Stadt und die Waffen die ihr tragen dürft.

Die Stadt ist als Technikanhänger voll von Maschienen, Rauch baut sich auf, das Wasser ist schlammig und die Luft dick. Als Naturanhänger gibt es keine Maschninen und kein Strom. Dafür aber klares Wasser und Bäume die Früchte tragen.

Bei den Waffen habt ihr als Technikanhänger z.B. beim Jäger Schusswaffen wie Schrotflinten oder Gewähre und als Naturanhänger Pfeil und Bogen.

Dieser „Twist“ wie Narrasus es nennt fördert die Storydichte und die Atmosphäre. Es motiviert einfach als Technikfreak NPC’s zu verspotten die meinen es wäre besser ohne Maschinen und Strom zu leben.

Story

Die Story geht da weiter wo das Hauptprogramm aufgehört hat. Ihr seid König von Silverfall und genießt ansehen in aller Welt. Allerdings gibt es da so genannte Nekroraider die das Wasser lahm legen und es so unmöglich machen das euer Volk weiterlebt. Klingt zwar ziemlich komisch wenn man Technikanhänger ist – allerdings ist es als König trotzdem eure Pflicht das Verhältnis zwischen Natur und Technik im Gleichgewicht zu halten.

Gibts auch Kritik?

Die Werbung wenn man das Spiel anmacht ruckelt!!!

Nein jetzt mal ernst. Es gibt kleine wenige Probleme. So droppt ein Mob soviel das nach 2 – 3 Mobgruppen euer ganzes Interface voll ist und ihr überlegen müsst welche der 7465465465 Items die droppen mitnehmen wollt.  Außerdem bleibt man ab und zu hängen und muss sich dann zurückporten.Das ist allerdings bei mir nur 2 mal vorgekommen. Villeicht bin ich auch nur dumm gelaufen und es ist kein reproduzierbarer Bug.

Umfang

-6 Rassen
-davon sind 2 neu: Echsen und Zwerge
-23 Maps die allesamt riesengroß sind
-150 Kampftechniken und Zaubersprüche
-Handwerksfähigkeite – die Möglichkeit seine eigenen Waffen und Rüstungen zu schmieden
-Internet und LAN Modus mit bis zu 8 Spielern
-ca. 20 Stunden Spielzeit – spielt ihr das Hauptprogramm auch sind es bis zu 40 Stunden

Wertung:

Sound: Gut

Grafik: Sehr gut

Gameplay: Sehr gut

Umfang: Gut

Durchschnittswertung:  Sehr gut/Gut (1,5)

Gefasel am Ende:

Geniales Action-Rollenspiel das wie ich finde das beste seiner Art ist. Die Grafik ist prachtvoll, der Sound gut, der Spielspaß auf jedenfall da und der ständige Streit zwischen Natur und Technik machen aus der Story etwas ganz besonderes. Wer auch nur ein kleines bisschen was für Action-Rollenspiele übrig hat sollte sich zumindest die Demo ziehen.


4 Antworten zu “Review: Silverfall – Wächter der Elemente”

  1. Matraxx sagte

    Bin zwar nicht soo der Fan von diesen Action-Rollenspielen, aber ich werd mir wohl mal die Demo anschauen. Scheint ja recht umpfangreich zu sein, und das mit Natur und Technik interessiert mich ziemlich.
    Außerdem hab ich schonmal ein paar Bilder gesehen, und ich fand das Charakter-Design ziemlich cool^^

  2. Georg sagte

    hat das spiel denn ne gute story, oder ist es eher „schlachte dich durch“mäßig?

  3. thiz sagte

    die story is schon gut würde ich meinen
    geht halt drum dann elemente vor den nekroraidern zu finden damit das wasser in deinem land net ewig kaputt is und dein volk überleben kann usw.

  4. thiz sagte

    elementkristalle mein ich

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