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Review: Prince of Persia

Verfasst von thiz am 14. Dezember 2008

Der neue Teil der Reihe versprach schon in den Trailern einige Neuerungen, doch wie gut wurden diese umgesetzt? Als würd ich euch das so einfach sagen, lest halt weiter!

Grafik

Neues Prince of Persia – neuer Look, hier wird nämlich der Cell Shading Stil eingesetzt, was das ganze wie in einem Kartoon aussehen lässt und durch schwarze Konturen nochmal hervorgehoben wird. Man darf sich das aber nicht zu übertrieben vorstellen, es ist vielmehr nur ansatzweise wie im Comicbuch zum selber spielen.
Wenn eines der fruchtbaren Gebiete von Elika geheilt wurde, wird aus der Dunkelheit eine farbenfrohe Welt – der Vorgang sieht echt gut aus und ist etwas was euch noch lange im gedächtnis bleiben wird. Seht ihr das ein zweites und drittes mal ist es ganz nett, überrascht euch aber nichtmehr.
Aber passt der neue Stil auch zum neuen Prinzen? Ganz klar: Ja! Man fühlt sich einfach wie im Morgenland, eben so, wie es sich die Entwickler auch gedacht haben.

Als weiteren Pluspunkt kann man die Animationen anführen, die so realistisch aussehen als könnte man das wirklich im echten Leben nachmachen.

Als Manko kann man noch Clippingfehler nennen, da sich beim Tutorial Elika manchmal in der Treppe verhangen hat, nach dritten mal gings zwar aber es ist halt ärgerlich…

Sound

Die deutschen Synchros sind gut gewählt und meiner Meinung nach sogar besser als die englischen, was man ja heut zu tage auch selten sieht. Leider werden einige Sprüche kurz vor Ende abgehakt, aber das ist nicht schlimm, denn a) gibt es Untertitel und b) könnt ihr euch eh denken was gesagt werden sollte, es wird also nie viel abgehakt sein.
Die Musik ist sehr Morgenlandmäßig und kommt auch sehr der atmosphäre zu gelten. Soundeffekte sind gut gewählt, hört sich ganz gut an – ist aber nichts wofür ich meinen Popo zeigen würde, wenn ihr versteht was ich meine.

Gameplay

Jetzt kommen wir zur großen Stärke vom neuen Prince of Persia – wenn es überhaupt schwächen hat? Aber dazu gleich noch mehr!
Kurz zur Vorgeschichte, durch das Video zum Tutorial:

Nun gilt es also die 16 fruchtbaren Gebiete zu heilen um Ahriman gefangen zu halten. Ihr habt zu Anfang zwei begehabre Gebiete pro Welt, also insgesamt acht, könnt es auf der Map als Ziel setzen und euch somit durch Elika zeigen lassen in welche Richtung es geht. Ihr geht also in eines der Gebiete, klettert nach oben zum fruchtbaren Ort, besiegt einen Boss und reinigt es mit Hilfe von Elika anschliessend. Ist die Dunkelheit aus einem Gebiet vertrieben, heißt es Lichtkeime einsammlen die nun überall im Gebiet verteilt sind. Habt ihr die benötigte Anzahl an Lichtkeimen gesammelt, geht es zurück zum Tempel wo ihr eine der Platten aktiviert, und somit neue Gebiete freischaltet. Sind alle Gebiete und die dazugehörigen Bosse besiegt, gilt es Ahriman herauszufordern, mehr sag ich jetzt aber nicht.

Steuerung

Die Steuerung lässt sich wie in Assassins Creed erklären: Ihr drückt zur richtigen Zeit, den richtigen Knopf! Das wars eigentlich schon. Das hört sich an, als wären es dumme langweilige Quicktime Events, aber Ubisoft hat das so geschickt eingefädelt das es echt unglaublich viel Spaß macht. Man erwischt sich sogar dabei wie man an einigen Stellen den Analogstick dazu bewegt, obwohl es garnicht nötig gewesen wäre. In den Kämpfen sieht es genauso aus – Alees funktioniert über Kombos, die Kombo die ich meistens benutze (ich spiele mit dem 360 Controller am PC) sieht ungefähr so aus: Ihr greift einen Gegner mit Elika an (Y), setzt nochmal hinterher (Y) und kurz nachdem Elika fertig ist, greift der Prinz ein (B) und schleudert den Gegner hoch, ist er in der Luft, wird Y gedrückt und Elika greift wieder an, drückt dann X um den Gegner auf den Boden zu schlagen und ihn anschliessend nochmal zu werfen. Meine Lieblingskombo heißt also Y → Y → B → Y → X. Das alles muss zur richtigen Zeit passieren, das hört sich mit dem Timing etwas kompliziert an, aber einmal rausgefunden, geht das echt gut von der Hand.

Was mir nicht so gut gefällt ist, das die Knopfdrücke manchmal zu spät erkannt werden und machnmal einfach bei den Quicktime Events der gewünschte Knopfdruck, den das Spiel von euch verlangt, zu kurz angezeigt wird, sodass ihr garnicht mehr hinterher kommt.

Umfang

Das Spiel splittet sich in 4 Welten á 4 Gebiete und jede Welt hat auch einen Boss, der immer wiederkehrt. Darüberhinaus hat aber auch jede Welt einen Boss Level, man könnte also sagen es sind 4 Welten á 5 Gebieten, aber das ist ansichtssache. Ich hab damit circa 20 Stunden verbracht und habe nichtmal alle Lichtkeime eingesammelt, da man am Ende nur 540 braucht (in jedem Gebiet gibt es 45 Lichtkeime). Wenn man alle einsammeln möchte sinds denk ich nochmal so 2-3 Stunden mehr Spielzeit – Mir ist aber nicht bekannt das man da irgendwas von hat.


Wertung

Grafik: 1
Sound: 2
Gameplay: 1
Umfang: 1

Durchschnittswertung: 1 (1.25)


Gefasel am Ende
: Sehr überraschend für mich ist, dass Ubisoft Montreal so ein gutes Spiel herbeizaubern konnte, lediglich das Ende ist für mich ein wenig enttäuschend, aber der zweite Teil sollte wohl schon in der Planung stecken. Prince of Persia ist ein Comicbuch zum mitspielen und mein persönliches “Spiel des Jahres 2008”. Thumbs up Ubisoft!
Ein weiteres riesiges Plus ist ganz klar der nicht vorhandene DRM Kopierschutz. Sehr geil von Ubisoft, das sie mit Prince of Persia einen anderen Weg als mit Far Cry 2 einschlagen!

Anmerkung: Hier sei nochmal erwähnt, das eine 1 nicht Perfekt heißt, sondern eben nur Sehr gut, ein Schüler der immer nur einsen schreibt ist auch kein perfekter Mensch ;]

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