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Review: Mirror’s Edge

Verfasst von thiz am 1. Februar 2009

Ihr habt an dieser Stelle wahrscheinlich mein sowieso schon verspätetes VideoReview erwartet, nur muss ich euch in dem Punkt enttäuschen. Es gibt die Möglichkeit bei Youtube Videos für bestimmte Personen freizuschalten. So kamen Narrasus und ich zu dem Entschluss, das es Grütze ist und so nicht released werden darf.

Also hab ich mich dann hier doch für das TextReview entschieden und gestehe mir ein, das ich da etwas hoch gepokert habe. Dennoch wünsche ich euch viel Spaß beim lesen des Reviews.

Was dieses Spiel so einzigartig macht, ist einfach das es was neues ist. Mirror’s Edge kommt von den Battlefield Entwicklern und ist leider anhand der Verkaufszahlen geflopped. Gefloppte Spiele müssen nicht immer schlecht sein, wie zum Beispiel Beyond Good & Evil beweist.

Grafik

Dächer, Texturen und Schatten überzeugen auf der ganzen Linie und sehen auf einem guten Rechner aus wie eine verbesserte Source-Engine. Wisst ihr was ich meine? Bei der Source-Engine hab ich immer das Gefühl, das alles ein wenig nach Plastik aussieht, in Mirror’s Edge auch, aber da sieht es halt noch besser aus.

Ein weiterer Pluspunkt ist das Farbenspiel, Farben werden bei Mirror’s Edge eigentlich nur zu stilistischen zwecken eingesetzt. Ein Büro in weiß/Neongrün sieht zum Beispiel sehr geil aus. Kann man sich schlecht vorstellen, klickt euch einfach mal ein wenig durch meine Walkthrough Videos, da kommt ihr denke ich ganz gut auf den Geschmack.

Weiterhin unterstützt das Spiel die PhysX-Technologie. Diese lässt ich aber nur mit einer HighEnd-Karte von nVidia anschalten. Wenn ihr jetzt meint „olololol meine ATI schafft das auch die rul0rt so extrem ololol“ dann sag ich nur -> Fail! nVidia hat sich nämlich die PhysX-Technologie unter den Nagel gerissen und bei allen Geforce 8800-und-aufwärts-Karten dieses Feature eingebaut. Somit ist jegliche Art von ATI Karte mit diesem Feature hoffnungslos überfordert, verpassen tut man aber ohnehin nicht viel, lediglich die Glassplitter fallen dann schöner auseinander, das wars aber dann auch.

Sound

Der Themesong „Still Alive“ von Lisa Miskovsky passt verdammt gut zum Spiel, ich habe schonlang nix passenderes mehr gesehen, bzw. gehört ;]

Weiterhin sind die deutschen Synchronsprecher durchaus gut gewählt, lediglich Mirc klingt teilweise wie ein Erzählopa der aus einem Märchenbuch vorliest. Die englischen hören sich professioneller an, aber irgendwie konnte ich mich mit den deutschen besser identifizieren…maybe weils meine Muttersprache is? Who knows…
Soundeffekte sind nett aber nichts welt bewegendes, dennoch dem Realismus ziemlich nahe.

Gameplay

Mirrors Edge basiert auf der Sportart Parkour und ist auch genauso aufgebaut. Natürlich ist es nicht… über Dächer springen die einen so großen Abstand haben ist im richtigen Leben natürlich nicht ohne Knochenbrüche möglich, aber es kommt dem ganzen schon sehr nahe. Der Geschwindigkeitsrausch der sich aufbaut, wenn man keine Fehler macht und straight durchläuft ist unbeschreiblich und zieht einen einfach immer mehr ins Spiel rein. Habe sehr selten soviel Motivation gehabt ein Spiel zu spielen:

Neben der Story, die sehr dünn ist aber ihren Teil zum Spiel beiträgt, gibt es auch einen Time Trial Modus wo ihr die Bestzeiten der jeweiligen Strecken brechen müsst. Die Level sind abwechslungsreich, basieren letztendlich zwar immer auf dem selben Prinzip, aber das ist überhaupt kein Minuspunkt. Das wäre das selbe wie „Nen Apfel beiss ich immer mit meinen Zähnen lol, keine Abwechslung!“, wenn ihr versteht was ich meine.

Ihr rennt zu einem Objective, während euch die Polizei jagd, oder ihr findet das Objective, und müsst dann von selbiger flüchten. Das ist ziemlich spaßig und lädt zum entdecken der kürzesten Wege ein.

Was passiert wenn ihr sterbt? Müsst ihr dann etwa alles nochmal machen? Nein, ganz im Gegenteil! Ihr dürft an einem meist gut gewähltem Checkpoint wieder einsteigen, diese liegen sehr nah beieinander sodass der Frust ziemlich gering gehalten werden sollte. Wenn ihr das Spiel aber erstmal beherrscht kommt das kaum noch vor und ihr runnt einfach durch sowie es eigentlich gedacht ist.

Umfang

Es gibt 9 Chapter, wenn man in normaler Geschwindigkeit und zum ersten Mal spielt, braucht man schon so an die acht Stunden schätze ich. Wenn man aber Speedruns macht, kann man rein theoretisch das Spiel schon in 2 Stunden durch haben. Der TimeTrial Modus bietet ca. 30 Strecken, wo ihr immer und immer wieder die Rekorde anderer und natürlich auch eure knacken könnt.

Wie viel Zeit man letztendlich in Mirrors Edge investiert, hängt ganz davon ab wie viel Spaß einem das runnen macht. Ganz cool: Man kann sich allerhand Skizzen, Artworks, Videos und Musikstücke zum Spiel freischalten.

Wertung

Grafik: 2
Sound: 2
Gameplay: 1
Umfang: 3

Endnote: 2 (2.00)

Gefasel am Ende:
Mirrors Edge ist also eine klare Kaufempfehlung für jeden Spieler, der Jump’n Runs auch nur ein kleines bisschen leiden kann. Es setzt die Maßstäbe für kommende Games ziemlich weit nach oben.

3 Antworten zu “Review: Mirror’s Edge”

  1. Matraxx sagte

    Noch so ein geflopptes, gutes Spiel wäre leider auch Ôkami..

    Gutes Review, auch wenn ich eine andere Note drunter geben würde. Aber das ist ja bekanntlich Geschmackssache.

    Was war denn am Video so schlecht?^^

  2. thiz sagte

    ich hab extrem genuschelt, Wörter verschluckt, zu schnell gesprochen und war leicht asynchron um nur vom Audio zu sprechen…

    Welche Note würdest du dem Spiel denn geben?

  3. Matraxx sagte

    Da ich nicht so ein Speedruntyp bin, habe ich es halt wirklich nur duchgespielt und vielleicht mal einen Run durch den Prolog gemacht.

    Für mich war es ein richtig guter (vor allem Gameplay und grafische Gestaltung waren klasse), aber leider auch sehr kurzer Spaß.

    Grafik 2
    Sound 2
    Gameplay 1
    Umfang 4
    Durchschnitt 2.25 Wäre also ne 2-

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