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Review: Fuel

Verfasst von thiz am 20. Juni 2009

Fuel ist ein Offroad-Rennspiel von Codemasters, die auch Grid und Dirt gemacht haben, also müssten sie sich da ja eigentlich auskennen, oder? Kann einem Spiel eine Open World eigentlich zum verhängnis werden? Würde ich sowas andeuten, wenn es nicht so wäre? Um das herauszufinden müsst ihr wohl das Review lesen…

Grafik
Grafisch ist Fuel ein Augenschmauss. Da es ein Offroad-Rennspiel ist, sieht man die ganze Zeit natürlich die Natur. Die Texturen sind scharf, Effekte und Animationen der Autos gut umgesetzt. Leider werden die Strecken im späteren Spielverlauf viel zu lang und viel zu groß, da es ja Openworld ist, darf man sich aussuchen wie man zum Ziel kommt, solange man durch die Checkpoints fährt… Leider gibts hier hohen Detailarmut, klar fahren hier und da mal zwei Autos lang und aufm Wüstensand findet sich mal ein toter Skorpion, aber das reicht nicht, weil einfach alles in einem Gebiet gleich aussieht.

Es gibt 19 verschiedene Camps und jedes einzelne hat seinen persönlichen Look, nur leider ändert sich der Look nicht bis man das Camp gewechselt hat. Wüste bleibt Wüste, Gebirge bleibt Gebirge. Die Autos die manchmal auf der Straße/dem Weg fahren sehen alle gleich aus und es gibt auch nur son PKW und nen Lastwagen.

Ab und zu laufen einen Tornados und Regenschauer über den Weg, die nicht nur ein optisches Element darstellen, sondern den Fahrer auch behindern können, aber wenn man das dritte oder vierte mal nen Tornado gesehen hat, reichts auch wieder, weils immer die selbe Animation ist.

Sound

Jede Fahrzeugart hat ihren eigenen Sound, leider unterscheidet der sich nicht von Motorrad zu Motorrad, sondern lediglich von Motorrad zu Monstertruck. Die Sounds die aber vorhanden sind sind ganz gut gelungen und man hört auch die Unterschiede, ob man nun auf Gras oder auf Schotter fährt, was aber bei einem Offroad-Rennspiel meiner Meinung nach Pflicht ist.

Der Soundtrack zum Spiel passt zum Spiel, es sind letztendlich aber doch nur drei Töne die sich ständig wiederholen.

Gameplay

Das Spiel spielt nicht etwa an einem bekannten Ort, sondern einfach „auf der Erde“, wo der Klimawandel alles in eine einzige Offroad-Strecke verwandelt hat… Und ihr fahrt nun gegen andere um das letzte verbliebene Benzin… Tolle Story oder? (Ironie und so) Find ich auch! Nur leider erfährt man davon auch nur wenn man ins Manual rein schaut, es gibt weder Intro noch irgendne Synchronstimme noch sonst was. Jetzt fragt ihr euch ja sicher „Was zur Hölle hat eine Story in einem Racer zu suchen“, das ist schon richtig, aber ich hätte wenigstens den Grund erfahren warum und weshalb, aber nichtmal der ist ja gegeben.

Ein weiteres minus ist die, im Karrieremodus geradezu dumme KI und die zu schweren Herausforderungen. In den ersten Karriererennen hat die KI halt sogar noch auf mich gewartet… das ist so schlecht… Sie wird immer besser, aber es geht hier nicht um Fahrerischen Skill, sondern wer das teuerste Offroad-Teil fährt.

Herausforderungen können zum Beispiel sein, das man von A nach B muss, aber man weis nicht wo B ist, man weis nur wieviel Kilometer es noch bis dahin sind… ICH MEIN HALLO? HAT DA AUCH NUR EIN VERSCHISSENER DEV NACHGEDACHT?? Sorry, aber bei sowas kommt mir echt die Kotze hoch…

Diese Rennen könnt ihr in einem Menü annehmen, oder in dem ihr im Freeride Modus zu ihnen fahrt, wo ihr auf dem Weg auch Designs oder zusätzliches Benzin finden könnt. Zweiteres hört sich auf dem ersten Blick lukrativer an, aber seid gewarnt: Desings sehen alle gleich aus, die Autos die man finden kann bringens nich und das Benzin isses auch nich wert. Ausserdem dauert es schonmal ne Stunde zum nächsten Ziel zu fahren, weil die Welt einfach so behindert groß ist (14.000 km²).

Auch ein Witz ist das GPS… entschuldigung! „Safe-GPS“-System, das euch total gut den Weg zeigt, indem es euch regelmässig ins Wasser leitet. Großartig oder? Und das als Feature auf der Verpackungshülle anzupreisen is halt fett dreist…

Umfang

Normalerweise sollte ja eine 14.000 km² frei befahrbare Spielwelt, samt ca. 100 Autos und Strecken mit 19 verschiedenen Camps Grund genug sein hier Bestnoten zu verteilen. Das wäre es auch, wenns nich so hurig sinnlos wäre das zu nutzen. Mehr hab ich nicht zu sagen in dem Bereich… es kotzt mich halt beim schreiben schon wieder an…

Wertung

Grafik: 2
Sound: 3
Gameplay: 3-
Umfang: 4

Endnote: 3,25 (Befriedigend)

Gefasel am Ende: Codemasters hat sich hierbei eindeutig zu sehr auf die Openworld konzentriert. Irgendwie gingen 90% in die Entwicklung der Engine und 10% ins Gameplay: „Hm nun sind wir fertig, aber irgendwie macht das scheiss Spiel kein Spaß…“ – „Hmm, egal lassen wirs einfach so, wir haben schleisslich OPENWORLD!!!“


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